Jahreszeiten

Frühlingsboten und andere Überraschungen

 

...ach, wenn es doch nur schon Frühling wär`…Schnee oder morgendlicher Frost begeistern uns ebenso wenig wie Sturm und Regen…auch wenn die Tage allmählich länger werden…die Hoffnung auf Sonne scheint zunächst vergeblich, denn der Winter hat sich nochmal in all seiner Härte zurück gemeldet. Es scheint als müssten wir uns doch noch etwas gedulden und so bleibt erst einmal nur die Hoffnung auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. 

 

In der Needful Friends Bärenwerkstatt haben wir uns dem Thema Frühling dennoch optimistisch gewidmet und so entstand heute ein ganz besonderer Bär. MINORU japanisch für Frucht/Samen hat sich als Geburtshelfer und Frühlingsbote ganz pflanzfreudig einem Keimling angenommen und ihn in eine frisch entschlüpfte Eierschale gepflanzt. Häufig von Gartenfreunden empfohlen sind bepflanzte Eierschalen nicht nur eine schöne Dekoration, sie sind auch ein perfekter Starter für Keimlinge, denn die Schale versorgt die Pflanze mit wertvollem Calcium und man kann die Pflanzen zur späteren Aussaat direkt mit Schale in die Erde setzen. 

 

Unser Naturfreund Minoru freut sich über das frische Grün und das Schlüpfen eines kleinen Kükens. Kleine Naturwunder und der Duft der Natur lässt auch unser Stimmungsbarometer steigen. So werden sicher noch einige Küken schlüpfen und Eierschalen in der Werkstatt bepflanzt werden...ein asiatisches Sprichwort sagt: Planst du für ein Jahr, so säe Reis, planst du für zehn Jahre, so pflanze Bäume, planst du für die Ewigkeit, so schenke Leben...

 

Minoru ist 12 cm groß, wurde einer aufwändigen Antikbehandlung unterzogen und trägt eine alte Leinenschleife mit antiker Schelle. Für Auge und Seele sind Bär und Pflanzen eine willkommene Dekoration im Haus während wir auf den Frühling warten…

Sakura

 

...sie sind seidenweich, nur halb so groß wie ein Daumen und stellen jedes Jahr ganz Japan auf den Kopf...die Kirschblüten. Zwischen Ende März und Anfang April, wenn der Frühling beginnt, versetzt diese Blüte, die keine essbaren Früchte trägt, ganz Japan in einen Ausnahmezustand. Besonders in Tokio werden die Kirschblüten zwei Wochen lang bestaunt, im Sekundentakt fotografiert und in den Parks ausgelassen im Rahmen der Sake-Partys gefeiert. 

 

Die Sakura...Kirschblüte ist ein Massenereignis, das alle Japaner mobilisiert und scharenweise Touristen anzieht. Wenn das Kirschblütenfest...Hanami  gefeiert wird, zieht es das ganze Land in die Natur...ausgerüstet mit Decken, Lunchkörben und reichlich Sake versammelt man sich zu einem Picknick unter den Kirschbäumen, nicht selten begleitet von Instumenten und Gesang. Zeitungen und Medien berichten vom Stand der Blüte...im Fernsehen laufen täglich Sondersendungen zu diesem Ereignis und viele Zuschauer senden Fotos von ihren schönsten Kirschblüten ein, die von den Moderatoren mit respektvollen Ah`s und Oh`s kommentiert werden.

 

In dieser Zeit sind Geschäfte, Büros und Studios hellrosa dekoriert...ja selbst Sushi wird so kunstvoll gefüllt, dass man im Querschnitt einen Kirschbaum erkennen kann. Auch in Deutschland wird Hanami immer beliebter...häufig von den Deutsch-Japanischen-Gesellschaften organisiert, gibt es von Ende April bis Anfang Mai in vielen Städten unterschiedlich große Hanami Feste. Das größte Hanami in Deutschland findet seit 1968 in Hamburg als Dank der japanischen Gemeinde Nihonjinkai statt, zu dem sich jedes Jahr zehntausende Menschen an der Alster versammeln und das traditionell mit einem großen Feuerwerk beendet wird.

 

Die Sakura dauert nur etwa zehn Tage...diese Blütezeit symbolisiert in Japan die verschiedenen Stufen des Lebens und verkörpert das Aufblühen und die Schönheit des Lebens bis hin zur Vergänglichkeit und dem Tod. Ein japanisches Sprichwort sagt...hana yori dango...Brot geht vor Schönheit...und soll deutlich machen, dass...wie die Blüte...alles Schöne vergänglich ist und auch Hanami mehr ist als Sake und gutes Essen. Unsere kleine Sakura ist wie die japanische Kirsche nicht essbar aber dafür ihre Schönheit auch nicht vergänglich...

Gartenzwerg Hubbles

 

Der Frühling ist gekommen, die ersten Sonnenstrahlen und der Duft der allerersten Blumen haben Gartenzwerg Hubbles in den Garten gelockt, wo er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann...an Blumen riechen...der Kleine ist mit einer Gartenschürze und einer Zwergenmütze aus Filz ausgestattet und pflanzt voller Übermut schon fleissig sein erstes Blümchen.

 

...zu Gartenzwergen kann man nur soviel sagen...entweder man liebt oder hasst sie...dazwischen gibt es nichts und nicht selten gibt es großen Streit um kleine Zwerge. Seit 130 Jahren tummeln sich bis heute 18 Millionen Zwerge in deutschen Gärten und beschäftigen nicht selten die Gerichte, die über die Klagen der zerstrittenen Nachbarn zu entscheiden haben.

 

Während die Antagonisten den Gartenzwerg als grenzwertigen Kitsch ansehen, verbreitet er für den Protagonisten einfach nur Gemütlichkeit, wobei gerade der Kitschfaktor für den Sammler eine große Rolle spielt. Gartenzwerge gibt es in unendlich vielen Ausführungen...sie tragen Dessous oder Uniformen, Handys oder Laptops, dienen als Bewegungsmelder oder sind in den meisten Fällen einfach nur eine vielgeliebte Dekoration...etwas haben sie alle gemeinsam...ihre rote Mütze.

 

Auch wenn wir eigentlich zur Gruppe der Antagonisten gehören, gibt es unter den Needful Friends auch in diesem Jahr wieder einen Gartenzwerg...obwohl unser Hubbles nicht wetterfest ist und sich eher über ein kuscheliges Plätzchen in der Fensterbank freut, ist er ein märchenhafter, ganz reizender Zwerg, der ganz sicher die Herzen der Pro- UND Contragruppen erobern wird. Hubbles ist mit einer hellgrünen Gartenschürze und einer Zwergenmütze aus unkonventionell türkisfarbenem Filz ausgestattet und darf seinen Blumentopf in das neue Zuhause mitnehmen. Hubbles ist in den Farben variabel.

Funghi...ein Männlein steht im Walde

 

Pfifferlinge, Steinpilze, Champignons...Herbst und Pilze...das passt einfach zusammen...jetzt ist wieder Hochsaison. Das feuchte Klima gepaart mit den letzten wärmenden Sonnenstrahlen lassen sie wieder sprichwörtlich aus dem Boden schiessen...der Fruchtkörper der Pilze ist es, der uns in die Wälder lockt und den typischen Herbstgeruch verbreitet.

 

Die aromatischen Waldgenossen, die sich jetzt auf so vielen Speisekarten und Tellern tummeln, sind irgendwie sonderbare Geschöpfe. Lange galten sie als Pflanzen aber dafür fehlen ihnen wichtige Eigenschaften...ihre Zellwände bestehen nicht aus Zellulose sondern wie bei Insekten aus Chitin. Es fehlt ihnen Chlorophyll weshalb sie aus Licht weder Kohlendioxid noch Kohlenhydrate herstellen können und daher auf andere Pflanzen angewiesen sind.

 

Die Fruchtkörper, die auf dem Waldboden spriessen sind nur ein Bruchteil des eigentlichen Pilzes, der zudem aus einem feinen unterirdisch verzweigten Geflecht besteht, das der Nährstoffzufuhr dient. Die Delikatesse Pilz dient lediglich dazu, Sporen zur Ausbreitung auf dem Waldboden zu verteilen. Viele Pilze gehen eine Lebensgemeinschaft mit Bäumen ein, die sie mit Nährstoffen aus tiefen Bodenschichten versorgen, manche Pilzarten zersetzen abgestorbenes Material und halten so den Wald sauber...und sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Tier und Mensch.

 

Ganz besonders aromatisch sind die Edelpilze, zu denen der Maronenröhrling, der Steinpilz, Kräuterseitling und ganz besonders der Trüffelpilz zählt, der unterirdisch wächst und zu den teuersten und kulinarisch wertvollsten Pilzen gehört. Der braune Kräuterseitling...wie unser Funghi...ist ein sogenannter Schmarotzer, der im Gegensatz zu den meinsten holzbewohnenden Seitlingsarten auf krautigen Pflanzen wächst. Der Fruchtkörper wächst im Freiland bis zu 12 cm hoch, der Pilz ist weiß mit mattbraunem, feinfilzigen Hut.

 

Edelpilze unterscheiden sich optisch oft nur geringfügig von den giftigen Pilzsorten. Daher ist es besonders wichtig, dass man Leckerbissen von Giftzwergen unterscheiden kann...unser Funghi rät daher zur Vorsicht...schmeckt der Pilz mild, ist er essbar, schmeckt er scharf, ist er giftig. Der Kräuterseitling stammt aus der aktuellen Herbstkollektion und ist nur in der Pilzsaison lieferbar.

Kastanie

 

Von September bis in den November hinein hat die Natur eine breite Palette an Naturschönheiten zu bieten...allem voran die wunderbare Herbstfärbung der Wälder...wenn der Spätsommer vom Herbst abgelöst wird, verlagert sich das Familienleben mehr und mehr aus dem Freien ins warme, gemütliche Heim. Während man die letzten wärmenden Sonnenstrahlen genießt und die Tage langsam kürzer werden, beginnt die Natur, ihre Farben zu wechseln...die Bäume verwandeln sich in wunderschöne rote, braune und gelbe Farbtöne...es ist wieder die Zeit der vielen kreativen Basteleien.

 

Kinder lieben es, Drachen steigen zu lassen oder bunte Blätter, Eicheln und Kastanien zu sammeln...im Oktober fallen die stacheligen Früchte der Kastanienbäume herab und lassen sie aufplatzen...hervor kommen die beliebten Kastanien.  Es ist jedes Jahr wieder ein großer Spaß, wenn bei warmem Kakao oder Tee gemeinsam gebastelt und das Haus mit den gesammelten Schätzen herbstlich geschmückt wird.

 

Nicht nur zum Basteln und Dekorieren, auch für die bevorstehende Winterzeit sind Kastanien für Waldtiere wie Rehe, Hirsche, Wildschweine und Nagetiere eine wichtige Nahrungsquelle. Auch in die Needful Friends Bärenwerkstatt scheint sich eine Kastanie verirrt zu haben und muss sich gut in Acht nehmen, denn die Tiere des Waldes spüren die nahende kalte Jahreszeit und sammeln jetzt ihre Wintervorräte ein. Auf den ersten Blick ist die herzige Nussfrucht groß und braun, die Form plan-konvex mit stacheliger grüner Fruchthülle, die aber auf den zweiten Blick nichts mit der Familie der Buchengewächse gemein und offensichtlich keinerlei botanische Verwandschaft aufzuweisen hat...

 

...filzig und weich ist ihre Schale mit einer pelzigen Nuss, die mit zwei großen Knopfaugen neugierig in die Welt schaut. Die kleine Kastanie ist 14 cm groß mit einer aufwändig gearbeiteten Fruchthülle aus Filz...als besonderes Unikat nur in der Herbstzeit erhältlich.

Pumpkin...ein Halloweenbär

 

Süßes oder Saures heisst es an Halloween überall in den Strassen...der ausgehöhlte und beleuchtete Kürbis gilt als das Symbol für Halloween...wie kam es zu dieser Tradition? Halloween hieß ursprünglich Samhain und ist keltischen Ursprungs...nach der Ernte im November begann eine karge Zeit ohne große Erträge...eine sehr trostlose Zeit...auch war Halloween verbunden mit Allerheiligen...weshalb man glaubte, dass in dieser Zeit die Welt zwischen den Lebenden und Toten besonders eng zusammen lag und die Seelen der kürzlich Verstorbenen nach lebenden Körpern suchten...

 

Was tat man also?...zum Schutz vor den Geistern verkleidete man sich mit furchterregenden Masken und Kostümen, um so die toten Seelen zu erschrecken und stellte Kürbislaternen auf, um böse Geister fernzuhalten...die sogenannten Jack-O-Lanterns. Früher wurde Halloween nur in den katholischen Gebieten vor allem in Irland gefeiert...aufgrund der Hungersnöte Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts kam dann der Brauch durch die Auswanderung vieler Iren nach Amerika in die Neue Welt...da vor allem Kinder diesen Brauch gerne übernahmen, verbreitete sich Halloween schnell auch in den von Weißen besiedelten Gebieten und wurde so neben Thanksgiving und Weihnachten zu dem Familienfest schlechthin...

 

...unser Pumpkin schreckt mit Sicherheit keine bösen Geister ab...dafür lockt er mit seinem fröhlichen Gesicht umso mehr gute Geister an...Pumpkin ist 13 cm groß, kommt mir gefilztem Kürbis ins neue Heim und ist nur in der Zeit um Halloween lieferbar.

...vom Hasel und anderen knackigen Kernen...

 

Der gemeine Hasel oder Haselnussstrauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse. Der etwa 5 Meter hohe Strauch ist in Europa und Kleinasien heimisch und ist bekannt für seine essbaren Früchte...die Haselnüsse. Schon in der frühen Steinzeit war die Haselnuss ein wichtiger Beitrag zur Ernährung der Menschen. Im antiken Rom war sie ein Friedenssymbol...Unterhändler bei Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen hatten als Zeichen ihrer guten Absichten einen Haselzweig in der Hand. Dem Strauch wurden auch abwehrende Eigenschaften zugesprochen: Mit einem Haselzweig sollte man sich Schlangen und Hexen erwehren können. Daher wünschte sich Aschenputtel auch eine Haselgerte für das Grab ihrer Mutter.

Die Haselnuss enthält viel des Zellschützenden E Vitamins und das enthaltene Lezithin hält das Gehirn ordentlich auf Trab. Unter ihrer harten Schale verbergen sich neben zahlreichen Vitaminen viele gesunde Fette und Mineralstoffe. Die ungesättigten Fettsäuren helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, Gefäßverkalkung vorzubeugen und vor Herz- und Kreislauferkrankungen zu schützen. 

 

Die enthaltenen B-Vitamine sind gut für unser Gehirn und Nervensystem, weshalb sie oft auch als Hirn- und Nervennahrung bezeichnet wird. Eine spanische Studie belegte, dass Nuss-Esser länger leben und besser vor Krankheiten geschützt sind. Weihnachten ist Hochsaison für die knackigen Kerne und für den Herrn Nussknacker. Egal ob Macadamia, Erdnüsse, Paranüsse, Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse...Herrn Nussknacker sind sie alle Recht. Leider sind die kleinen Köstlichkeiten allzu oft als Dickmacher verschrien...nicht ganz zu Unrecht, denn in der Tat enthalten sie viel Fett und Kalorien.

 

Dennoch bereichern sie alle Jahre wieder unsere Weihnachtsbäckerei und sind aus der kalten Jahreszeit gar nicht mehr wegzudenken. Sie liefern reichlich Energie und sichern nicht nur uns gemütliche Abende am Kamin sondern auch zahlreichen Nagetieren und Vögeln in der Natur das Überleben im Winter. 

Gesalzen, gezuckert oder kandiert, in Schokolade oder Weihnachtsplätzchen versteckt , im Winter stehen sie einfach ganz hoch im Kurs.  50 Gramm Nüsse ist die empfohlene Tagesdosis ohne Reue. Zu Weihnachten darf es aber auch gern etwas mehr sein. Geselligkeit, Tannenduft und Nüsse knabbern macht Weihnachten zu einem Fest für die Sinne. Unsere kleine Hazel bereichert diese schöne Zeit einmal mehr und macht das Fest nicht nur zu einem Gaumen- sondern auch zu einem Augenschmaus...