

...Tiffany ist der einzige Ort auf der ganzen Welt, an dem sie sich wirklich wohl fühlt...unvergessen ist die Geschichte des völlig mittellosen, exzentrischen Partygirls
Holly Golightly
...das sich mit ihrer ansteckenden Lebendigkeit und ihrem überraschenden Einfallsreichtum durchs New Yorker Leben an der Upper East Side schlägt. Mit ihrem unverschämten Charme lässt sie ihre Verehrer am ausgestreckten Arm verhungern, dreht ihnen die Taschen um, ist für jeden Unsinn zu haben...und wenn das Elend sie überkommt, geht sie auf einen Sprung zum Edel Juwelier Tiffany auf der Fifth Avenue...
Sie ist süchtig nach dem unerreichbar Schönen, dem traumwandlerischen Lebensgefühl, dem New Yorker Luxus und verliert dabei den Blick für die wahre Liebe. Als der Roman 1958 erschien, war es für Truman Capote der Durchbruch als Drehbuchautor... 1960 wurde die Lebensgeschichte der Holly Golightly mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle verfilmt...Im Unterschied zum Originalroman von Blake Edwards endet allerdings nur die Filmversion mit einem Happy End.

Der Raub der Thusnelda oder wie die Thusnelda zur Tussi wurde...

...es war einmal ein junges Mädchen namens Thusnelda...sie war dieTochter des Cheruskerfürsten Segestes, auch Sigigast genannt, und die Gemahlin des Cheruskerfürsten Arminius. Arminius oder Armin war der Sieger der Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 nach Christus...die Schlacht im Teutoburger Wald war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen den Germanen und dem römischen Reich.
...Thusneldas Vater und Onkel Sigmar, ebenfalls ein Cherukserfürst, einigten sich früh darauf, dass ihre Kinder Thusnelda und Armin füreinander bestimmt seien...dann die Wende...

...Während des sechsjährigen Krieges zwischen Römern und Germanen kämpfte Sigmar für die Unabhängigkeit seines kleinen Landes, während Segestes auf die Seite der Feinde trat. Dies führte dazu, dass Segestes für seine Tochter einen anderen Gemahl bestimmte. Aber Thusnelda liebte Armin und weigerte sich, den vom Vater auserkorenen Bräutigam zu heiraten...Armin raubte seine Thusnelda vom väterlichen Herd weg und sie wurde schließlich doch seine Frau.
...aber das Glück hielt nicht lang...Segestes überfiel den vereinsamten Hof seines Schwiegersohnes Armin, der gerade mit seinem Heer gegen die Römer zog, und entführte seine Tochter Thusnelda auf seine Burg...Als Armin davon erfuhr, eilte er zurück, belagerte die Burg von Segestes, musste jedoch wegen der römischen Übermacht das Feld räumen.

...im Verlauf der weiteren Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen wurde die Schwangere von ihrem Vater als Geisel an Germanicus ausgeliefert und geriet so in Gefangenschaft des römischen Feldherrn. Thusnelda vergoss keine Träne als sie tapfer mit ihrem kleinen Sohn auf dem Arm hinter dem Prunkwagen des Triumphators begafft durch johlenden Pöbel am Straßenrand als Gefangene durch Rom schreiten musste.
...Ihr Vater sah ihr dabei auf der Tribüne zu...über das weitere Schicksal von Thusnelda ist nichts bekannt. Armin wurde, als er zu mächtig wurde, vom Adel enthoben und von Verwandten umgebracht.
...eine schlimme Zeit nicht wahr? ...eine tapfere Frau die Thusnelda...wie kam es dazu, daß ihr Name später so negativ benetzt zu Tusnelda und später zur Tussi entartete...
...in Heinrich von Kleists "Die Hermannsschlacht" war die Tusnelda zum ersten Mal negativ behaftet, da dieses Werk über lange Zeit zur Schulliteratur gehörte und Thusnelda für pubertierende Pennäler geradezu verlockend dazu einlud zur Tussi degradiert zu werden... ...Varianten des Namens wie Tusnelde und Tussinhilda führten möglicherweise ebenfalls zu Kurzformen wie Tussi...die dann im Laufe der Zeit in unseren Sprachgebrauch übergegangen ist... Tusnelda wurde von nun an schnell zur Bezeichnung für weibliches Hauspersonal und später dann für zickige Ehefrauen und hochnäsige junge Mädchen. Aus Tusnelda entstand dann später die Tussi.

...oft sind Dummheit, Oberflächlichkeit und Arroganz Eigenschaften, die man einer Tussi nachsagt... „tussiges“ Verhalten wird oft Teenagern und jungen Frauen zugesprochen, die durch ihre zickige Art auffallen, was möglicherweise mit der Unsicherheit junger Leute zu tun hat, die ihren Stil und ihre Identität noch nicht so recht gefunden haben...

Es war einmal eine Prinzessin...

...Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Aschenputtel? Als die Mutter eines Mädchens, das in einem reichen Haus wohl behütet aufwächst, stirbt, heiratet der Vater bald darauf eine neue Frau, die zwei Töchter mit ins Haus bringt. Stiefmutter und Stiefschwestern machen dem Mädchen auf alle erdenkliche Weise das Leben schwer.
...Weil es nicht nur gröbste Schmutzarbeit leisten, sondern fortan auch in der Asche neben dem Herd schlafen muss, wird es Aschenputtel genannt. Sein einziger Trost ist das Bäumchen auf dem Grab seiner Mutter, dem es sein Leid klagen kann.

...Der König des Landes lässt bald darauf ein Fest ausrichten, auf das alle schönen Jungfrauen eingeladen werden, damit der Sohn eine Gemahlin wählen kann. Die eitlen Stiefschwestern wollen verhindern, dass Aschenputtel am Fest teilnimmt, obwohl es darum bittet. Unerkannt gelingt es Aschenputtel dennoch, sich unter die Gäste zu mischen, und der Königssohn verliebt sich in sie.
...Er möchte nun wissen, wer die schöne Unbekannte ist, doch ihr gelingt es, ihm zu entwischen. Dabei verliert sie ihren goldenen Pantoffel auf der Schlosstreppe, und der Verliebte lässt im ganzen Land nach der Unbekannten suchen, der der Pantoffel passt, damit er sie als Braut heimführen kann. Vergeblich versuchen die Stiefschwestern den zierlichen Schuh über ihre Füße zu ziehen. Aschenputtel wird schließlich doch als wahre Braut gefunden...
