Nostalgie-Bären

 

 

...wo sind die guten alten Zeiten geblieben, als Bären noch wahre Seelentröster waren...seit 1903 haben sie selbstlos über Kindernöte hinweggeholfen, haben Zornesausbrüche über sich ergehen lassen, haben so manches Geheimnis mit ihrem Besitzer geteilt...unzählige Bücher sind über den Bären und seine 100-jährige Geschichte geschrieben worden...

...wir alle erinnern uns sicher an so manches Bärenschicksal aus Kindertagen...ein paar besondere Geschichten habe ich hier für Euch zusammen gestellt... 

 

...ich erinnere mich an die Geschichte des alten TEDDYMAX, der von seinem Besitzer heiß geliebt und später an die kleine Schwester weitervererbt wurde...der Bruder hat den erzwungenen Erbgang immer wieder angefochten, indem er heftig an den Beinen zerrend ihn der Schwester zu entreißen versuchte...die Folgen waren schwerste Verletzungen, die mit Verbänden aus Gardinenstoff behandelt wurden...eine tiefe Demütigung erfuhr der arme Bär, als ihm eines seiner Augen mit einer Notopfermarke zugeklebt wurde, weil der Junge sich von dem Bären stark beobachtet fühlte...

 

...und da war der alte ARNO-STINK...Arno und sein Besitzer waren ein Herz und eine Seele...er bekam auch so manchen Segen ab...vom Milchbrei über Spinat und wurde auch nicht verschont, wenn dem Jungen einmal schlecht war...er bekam unzählige Ausbesserungen und wurde mit so manchem Duftwässerchen besprüht um üble Gerüche zu übertönen...eines Winters war Arno plötzlich tagelang verschwunden...sein Freund nicht in der Lage einzuschlafen...als der Schnee dann schmolz fand man den armen Arno nass und kalt im Garten...

 

...BENNIE war der Bär einer 4-jährigen sehr eitlen jungen Dame...eines Tages löste sich im Eifer des Spiels eines ihrer langen Zöpfe...vergebens waren die ungeschickten Versuche, sie wieder in Form zu bringen, die Haarpracht löste sich immer mehr und es stieg eine innere Wut in ihr auf, die sie im Zorn über ihr eigenes Unvermögen an dem armen Bennie ausließ...sie warf ihn zu Boden und trampelte wie von Sinnen auf ihm herum...als sie wieder zur Besinnung kam, ging ihr die Ungeheuerlichkeit und der Verrat an ihrem besten Freund erst richtig auf...sie schämte sich zu Tode, nahm den armen geprügelten Bären in die Arme und weinte mit ihm...er trug seine Verletzungen mit Fassung...noch heute sitzt er auf dem Regal über dem Schreibtisch...als Mahnmal sozusagen...um den gelegentlichen Jähzorn seiner Besitzerin zu dämpfen...

 

...und da war noch HEINERLE SCHMIDT...er wurde von der 2-jährigen Kerstin aus der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses entführt...die Mutter musste ein Lösegeld bezahlen, damit der Bär mit nach Hause gehen durfte...von da an waren Kerstin und Heinerle unzertrennlich...wenn sie ins Bett ging, musste er ihr mit seiner Pfote liebevoll die Nase streicheln...das hat er so oft getan, dass seine Pfote davon unheilbar erkrankte...lange Zeit verbrachte er später im Keller und wurde nach 2 Jahrzehnten für Kerstin`s Tochter wieder hervor geholt...doch diese erschrack vor seinem Anblick und seiner tiefen Stimme...später stellte Heinerle dann auch fest, dass die Kleine einen anderen Teddy viel lieber hatte...er hieß Peter und war viel bunter und weicher als er...und es handelte sich bei dem Neuen nicht um einen Nichtschwimmer, was ihn für das Mädchen einfach attraktiver machte...

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..wie Heinerle so sind auch die Klassiker mittlerweile dem technologischen Spielzeug in den Kinderzimmern gewichen...und es ist eine neue Generation Teddy herangewachsen...weicher, bunter, moderner eben...übrig bleiben Charakterbären als Sammelobjekte für liebe Menschen, die sich erinnern möchten...an ihre Kindheit...an einen alten Bären, der vielleicht den Lauf der Zeit nicht überlebt hat…

...sie sind immer noch Seelentröster...Retter in der Not für kleine und für große Herzen...