Hasen und andere Tiere

 

 

Elefant Raju

 

...es waren einmal fünf weise Gelehrte. Sie alle waren blind. Diese Gelehrten wurden von ihrem König auf eine Reise geschickt und sollten herausfinden, was ein Elefant ist. Und so machten sich die Blinden auf den Weg nach Indien. Dort wurden sie von Helfern zu einem Elefanten geführt. Die fünf Gelehrten standen nun um das Tier herum und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.

 

Als sie zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel des Elefanten betastet. Er sprach: "Ein Elefant ist wie ein langer Arm." Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: "Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer." Der dritte Gelehrte sprach: "Aber nein, ein Elefant ist wie eine dicke Säule." Er hatte ein Bein des Elefanten berührt. Der vierte Weise sagte: "Also ich finde, ein Elefant ist wie eine kleine Strippe mit ein paar Haaren am Ende", denn er hatte nur den Schwanz des Elefanten ertastet und der fünfte Weise berichtete seinem König: " Also ich sage, ein Elefant ist wie ein riesige Masse, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf." Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt. 

 

Nach diesen widersprüchlichen Äußerungen fürchteten die Gelehrten den Zorn des Königs, konnten sie sich doch nicht darauf einigen, was ein Elefant wirklich ist.Doch der König lächelte weise: "Ich danke Euch, denn ich weiß nun, was ein Elefant ist: Ein Elefant ist ein Tier mit einem Rüssel, der wie ein langer Arm ist, mit Ohren, die wie Fächer sind, mit Beinen, die wie starke Säulen sind, mit einem Schwanz, der einer kleinen Strippe mit ein paar Haaren daran gleicht und mit einem Rumpf, der wie eine große Masse mit Rundungen und ein paar Borsten ist." Die Gelehrten senkten beschämt ihren Kopf, nachdem sie erkannten, daß jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und sie sich zu schnell damit zufriedengegeben hatten.

 

Die Fakten…Elefanten sind die größten lebenden Landtiere. Eine Elefantenkuh trägt 20-22 Monate, ein frisch geborenes Kalb wiegt bis zu 100 Kilogramm. Sie bringen ausgewachsen 2-5 Tonnen auf die Waage und können eine Größe bis zu 4 Metern erreichen. Elefanten leben in Herden, die von einer Leitkuh geführt werden und haben wenige natürliche Feinde…Ausnahmen bilden Jungtiere, die vereinzelt von großen Raubkatzen erbeutet werden. Kleine Waisen, die ihre Mutter durch Wilderer verloren haben, werden von verbliebenen Müttern aufgezogen, der Zusammenhalt der Herde ist groß. Weise, stark und keusch sind Attribute, die dem Elefanten nachgesagt werden. Er ist intelligent und verfügt über ein hervorragendes Gedächtnis. Eine Studie ergab, dass sie in der Lage sind, Stoßzähne und Knochen von toten Artgenossen zu erkennen und erschreckenderweise fallen immer noch 38.000 Tiere pro Jahr dem Elfenbeinhandel zum Opfer.

 

Ihr Schicksal in Gefangenschaft ist nicht minder tragisch…die Tränen des Elefanten Raju gingen um die Welt als indische Aktivisten das Tier in einer spektakulären Befreiungsaktion aus der Gefangenschaft seines drogenabhängigen Besitzers befreiten. Elefanten sind auch häufig in der Kunst zu finden wie in Salvador Dali`s Gemälden „Die Elefanten“ und  „Schwäne spiegeln Elefanten“.  Wir widmen uns diesem beeindruckenden Tier nun im Rahmen unserer neuen Rubrik Hasen und andere Tiere. Der kleine Elefant Raju entstand als neuer Entwurf dieser Reihe.

 

Benannt wurde Raju nach dem befreiten Elefanten, der später von seinem Besitzer zurück gefordert wurde. Das Gericht entschied Gott sei Dank anders und so darf Raju in Frieden seinen Lebensabend geniessen. Der russische Schriftsteller Maxim Gorki sagte: Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen. Der kleine Raju ist 16 cm groß und in verschiedenen Farben und Mohairsorten lieferbar.

 

 

Von Ratten und Menschen

 

Wir alle kennen die Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ von den Brüdern Grimm. Die Geschichte spielt im 13. Jahrhundert…in der rattengeplagten Stadt Hameln wird ein wunderlicher Mann gesichtet, der sich als Rattenfänger ausgibt. Auf seiner Pfeife eine Melodie spielend folgen ihm alle Ratten und Mäuse an die Weser, stürzen sich ins Wasser und ertrinken. Dem Rattenfänger wird jedoch sein versprochener Lohn verwehrt, worauf er zornig und verbittert die Stadt verlässt. Doch er kehrte zurück und sann auf Rache. Im neuem Gewand spielte der Rattenfänger erneut sein Pfeifenlied, worauf ihm alle Kinder…vom 4. Jahre an… so heisst es, hinaus in einen Berg folgten. Nur zwei Kinder fanden den Weg zurück…erblindet und taub, so dass sie nichts gesehen hatten und nichts erzählen konnten. 130 Kinder verschwanden und wurden nie wieder gefunden. 

 

Die große europäische Pandemie raffte geschätzte 25 Millionen Menschen dahin. Um die tödliche Pest gab es viele Spekulationen. Die Juden gerieten in Verdacht, die Epidemie durch Brunnenvergiftung ausgelöst zu haben, was in vielen Teilen Europas zu Judenpogromen führte. Erst im 19. Jahrhundert entdeckte man das Pestbakterium, das als Erreger für den Schwarzen Tod verantwortlich war. Der Sündenbock Ratte war schnell gefunden, leider zu Unrecht, was wiederum zunächst Millionen von Ratten das Leben kostete. 

 

Mittlerweile ist selbst die Theorie des schuldigen Rattenflohs jedenfalls zum Teil widerlegt, da man herausfand, dass dieser nur sehr ungern auf Menschen und Menschenblut springt. Aus einem Skelett auf einem Londoner Friedhof isolierte eine amerikanische Forschergruppe 2011 das für die Pest verantwortliche Seuchenbakterium Yersinia Pestis und rehabilitierte sowohl den Rattenfloh als auch die Juden. 

 

Zum Helden wird 2007 eine kleine Wanderratte in dem Pixar Animationsfilm Ratatouille, der mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Die in Paris lebende Ratte Rémy ist mit einem ungewöhnlich feinen Geruchssinn ausgestattet. Als kleiner Feinschmecker entwickelt er die Fähigkeit zu herausragenden kulinarischen Kompositionen und steigt nach vielen Hürden und einem steinigen Weg zum Chefkoch im Sternerestaurant Gusteau auf. Nach dem Motto des Restaurantgründers…jeder kann kochen…erobert er die Herzen der Gäste und schließlich auch das des berühmten Restaurantkritikers Anton Ego. Mit Ego also Teilhaber eröffnet der kleine Rattenmann am Ende der herrlichen Geschichte selbst ein kleines Restaurant L´Rattatouille in Paris. Leider haben Ratten auch heute noch aufgrund ihrer Vermehrungsfreudigkeit zu Unrecht einen schlechten Ruf. Nicht nur die Ratte, immer mehr Wildtiere zieht es in die Stadt und somit in die Nähe des Menschen. Und daran ist letztendlich mit vollen Müllton der Mensch als Dosenöffner nicht ganz schuldlos…

Don Coniglio

 

Kann man wahre Liebe im Internet finden?  In Zeiten des World Wide Web erfreut sich diese Form der Partnersuche immer größerer Beliebtheit. Datingportale und Kontaktbörsen gehören zu den Erfolgsgeschichten des Internets, die leider auch das zwischenmenschliche Verhalten im wahren Leben beeinflusst haben. So verschwimmen nicht selten die Grenzen zwischen schnellem Vergnügen und ernsthafter Begegnung. 

 

Datingportale fördern jedoch nicht nur Promiskuität. Die Anonymität des Internets öffnet auch Tür und Tor für sogenannte Romance-Scammer, die das Vertrauen der Damenwelt mit falschen Profilangaben und Liebesbekundungen ausnutzen, um sie dann um ihr Vermögen zu bringen. Das Erwachen kommt in der Regel spät, wenn der vermeintliche Liebste mit dem Geld über alle Berge ist, um sich sein nächstes Opfer zu suchen. 

 

So wird auch nach einem schwarzen Schaf unter den Needful Friends gefahndet…in einschlägigen Kreisen als „Don Coniglio“ unterwegs. Das verschmitzte Lächeln dieses Heiratsschwindlers zieht die Damenwelt in seinen Bann. Mit seinem südländischen Charme umgarnt er seine Opfer,  um sie anschließend wie eine Möhre vom Grünzeug zu trennen und zu entsorgen. Seid auf der Hut, der Don wird Euch auf den Geschmack einer lebenslangen Beziehung unter Zusammenlegung getrennter Ställe bringen wollen und dabei hat er es doch nur auf Eure Möhren, einen kuscheligen Schlafplatz an Eurer Seite und vielleicht noch auf Eure Kohle abgesehen.

 

Seine Methode ist genauso perfide wie bewährt:- per Paket wird er bei euch „vorstellig“ werden, dann mit seinem hilflosen Charme versuchen zu überzeugen, anschließend Euer Herz gegen einen warmen Platz in Eurem Bett oder im Vorratsschrank eintauschen, um genauso unverhofft wie er gekommen ist, auch wieder zur Nächsten zu verschwinden. Seid gewarnt, der Don wird Euch dank des World Wide Web überall zu finden wissen…

Von Taschen und ihren Begleitern

 

Kürzlich stolperte ich in der Buchhandlung über einen Bestseller von Allan & Barbara Pease: Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen…der Titel gefiel mir, sagte Einiges über das ständige Missverständnis zwischen den Geschlechtern aus…ich blätterte etwas darin und war leicht erheitert über die Diskussion warum Männer und Frauen es so schwer haben…wieso Frauen weinen und die Männer uns in den Wahnsinn treiben…ob Männer nun „immer“ lügen und Frauen „immer“ Schuhe kaufen,  darauf möchte ich mich noch nicht festlegen aber das Buch hatte in jedem Fall mein Interesse geweckt. Ich kaufte es und schrieb bei Twitter von meinem Neuerwerb…es dauerte nur wenige Sekunden, da schrieb ein Follower…natürlich ein Mann: …“und Taschen“…ich musste lachen, denn in der Tat bin ich dem Rausch des Taschenkaufs eher verfallen.

 

Dem Verhältnis der Frau zu ihren Taschen hat man schon psychologisch versucht auf die Schliche zu kommen. Die wichtigste Begleiterin einer Frau ist und bleibt ihre Handtasche…mehr als nur Eine befindet sich in der Regel, für jeden Anlass passend, im Besitz jeder Frau. Eine für jeden Tag, die Pochette oder Clutch für den Abend, den geräumigen Shopper zum Einkaufsbummel, eine für das Büro, die kleine Schwarze für festliche Anlässe und den Weekender für den Wochenendausflug…95% aller Frauen in den Industrieländern besitzen zwischen 2 und 20 Taschen oder sogar mehr. Spitzenreiterin ist die Italienerin mit bis zu 60 Exemplaren…wobei man eine Taschenbesitzerin , die einem Modell viele Jahre treu bleibt, von Jenen unterscheidet, die sich je nach Trend und Saison immer wieder neue Taschen zulegen.

 

Frei nach dem Motto…“wer behauptet, Glück kann man nicht kaufen, hat keine Ahnung von Shopping“…werden jedes Jahr  von Prada, miu miu, Chloe, D&G über Fendi, Mulberry, Givenchy bis zur Crème de la Crème der Hermès Bag unglaubliche Summen in Handtaschen investiert. Die Tasche ist nicht nur Transportmittel, sie ist Helfer in der Not, Hüter der Finanzen,Verbindungszentrale, Kommunikationsmittel und nicht zuletzt repräsentiert sie unseren ganz eigenen Stil und gibt unserem Outfit häufig den finishing touch. Sie ist eine Art mobiler Lebensraum…sie hütet streng geheim, was uns lieb und teuer ist…Geldbörsen, Schlüssel, Handys und Taschentücher sind da eher Nebensache. Nicht selten muss sie ganze Kosmetiktäschchen beherbergen und gibt uns so einfach ein Gefühl von Sicherheit. Dabei ist die schmerzende Schulter und das nervige Kramen nach dem passenden Lippenstift schnell wieder vergessen. Handtaschen sind einfach wunderbare Begleiter…sie haben ein geheimes Innenleben, gehen nie fremd und schmücken jede Frau.

 

Kunden fragten mich immer wieder nach Begleitern in Form von Taschen- oder Schlüsselanhängern und so entstanden in der Bärenwerkstatt diese besonderen vielseitig verwendbaren Anhänger aus der Needful Friends Kollektion…die Mäuse sind je 10 cm groß mit Filzpullovern bekleidet und werden mit einem abnehmbaren Karabinerhaken an Tasche oder Schlüsselbund befestigt und können so selbstverständlich auch ohne Anhängerfunktion als altbewährte Wegbegleiter dienen…ein bäriges Pendant folgt in Kürze.