Jahres-Feste

Silvester und Glücksschweinchen

 

Das Schwein gilt schon sehr lange als glücksbringend und war immer ein Zeichen für Wohlstand und Fruchtbarkeit. Um Neujahr findet man glücksbringende Ferkel überall in den Geschäften. Die alten Griechen opferten Schweine zu Ehren der Göttin Demeter und bei den Germanen galt der wilde Eber als heiliges Tier der germanischen Götter. Aus dem Altertum hat sich bis heute der Brauch gehalten, am Neujahrstag Schweinefleisch zu essen...Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelpürree...damit soll einem das Glück im neuen Jahr treu bleiben und das Geld nicht ausgehen.

 

Früher gab es nur wenig Fleisch zu essen und so wurden die Menschen, die ein Schwein hatten, schon als reich und glücklich angesehen. Ebenso wird auf der ganzen Welt daran geglaubt, dass ein Hufeisen Glück bringen soll. Wie beim Kleeblatt bringt nur ein gefundenes Hufeisen Glück - man darf es nicht suchen. Damit ist vielleicht gemeint, dass man das Glück nicht herausfordern soll. Auf der ganzen Welt wird geglaubt, dass ein Hufeisen Glück bringen soll. Wie beim Kleeblatt bringt nur ein gefundenes Hufeisen Glück - man darf es nicht suchen. Damit ist vielleicht gemeint, dass man das Glück nicht herausfordern soll. Ganz besonders viel Glück soll der Finder haben, wenn sich am Hufeisen noch mindestens drei Hufnägel befinden. 

 

Mit der Öffnung nach unten aufgehängt kann das Glück herauslaufen. Aber man sagt auch, dass man es mit der Öffnung nach oben aufhängen soll, damit das Glück hineinfallen kann...ganz schön schwierig zu entscheiden, was hier nun richtig ist...ein Hufeisen wird zu Silvester aufgehängt, damit es im neuen Jahr Glück bringt. Warum ein Hufeisen Glück bringen soll, hat verschiedene Ursprünge. Eine davon ist folgende Geschichte: Es gab einmal einen geschickten Hufschmied, der heilige Dunstan. Es wird erzählt, dass er dem Teufel die Hufe beschlagen sollte und so fest zu schlug, dass dieser um Gnade bettelte. Dunstan ließ aber erst nach, als der Teufel ihm das Versprechen gab, all die Seelen zu verschonen, die ein Hufeisen trugen. 

 

Unsere Glücksschweinchen stehen sinnbildlich als Glücksbringer für Glück, Gesundheit und Segen im neuen Jahr...die Schweinchen sind jedes Jahr nur direkt nach Neujahr in verschiedenen Größen und Ausführungen im Sortiment...unser Eberhard von Porcus ist zudem auch ein wahrer Philosoph, der uns vom Privileg, ein Schwein sein zu dürfen in der "Kolumnenecke EvP" die Ehre erweist, zu aktuellen und tagespolitischen Themen Stellung zu nehmen...

Valentinstag

 

Am 14. Februar feiern wir in vielen Ländern auf der ganzen Welt den Tag der Liebenden, auch wenn böse Stimmen behaupten, der Valentinstag sei eine Erfindung der Floristen und Schokoladenindustrie. Diese wunderbare Tradition gibt es tatsächlich schon viele Jahrhunderte. Valentin war ein Priester aus Terni, der später als Märtyrer heilig gesprochen wurde. Hingerichtet am 14. Februar 269, in einer Zeit, als die Christenverfolgung im Römischen Reich noch einmal besonders intensiv war. Hingerichtet dafür, dass er es wagte, Paare (und insbesondere Soldaten aus dem römischen Heer) christlich zu trauen.

 

Es gibt eine Reihe von Geschichten, die sein besonderes Wohlwollen für Jungverliebte bezeugen sollen. Er soll einen großen Blumengarten gehabt und vorbeikommende Paare mit den Blumen beschenkt haben. Andere Legenden berichten davon, dass er selbst in die Tochter eines römischen Gefängnisaufsehers verliebt war, mit der er heimlich Briefe austauschte und ein Überlieferung besagt außerdem, dass derjenige, den ein Mädchen am Valentinstag als erstes sieht, ihr Zukünftiger werden soll. Wahlweise auch derjenige, von dem es in der Nacht zuvor geträumt hat.

 

Viele Bräuche und Gerüchte verbreiteten sich nunmehr um den Valentinstag...so sollte ein Orakel den Namen des Zukünftigen verraten. Man schrieb die Namen potentieller Kandidaten oder Kandidatinnen auf kleine Zettel, umwickelte sie mit Lehm und schmiss sie in ein Wasserglas. Sobald der Lehm sich auflöste, wurden die Zettel wieder sichtbar. Welchen Namen man als erstes erkennen konnte, der- oder diejenige wurde von St. Valentin auserwählt.

 

Heute ist der Valentinstag für Amerikaner, Briten und Franzosen, zunehmend aber auch für uns Deutsche, Pflichttermin für eine Liebeserklärung, die meist in Form von dekorativen Blumensträußen dargebracht wird. Aus der Bärenschmiede bieten wir zu diesem Anlass einen Miniaturbären in dekorativer Herzschachtel. Hier zeigt sich die kleine Sugar, der bärige Inhalt ist individualisierbar.  

Karneval

 

Jahresfeste werden in der Needful Friends Bärenwerkstatt gern zum Anlaß genommen, ganz besondere Bärsönlichkeiten zu entwerfen...Bären, die nur zu diesen Anlässen entstehen...einmal im Jahr...die närrische 5. Jahreszeit steht unmittelbar vor der Tür und so entstand heute unser alljährliches carne vale Angebot...Clown Ronaldo. Die Ursprünge des Karnevals gehen weit zurück...wilde Feste, mit Schellen, Rasseln und Trommeln, die einen Höllenkrach machten und böse Dämonen und Wintergeister vertreiben sollten, wurden schon zu Zeiten der alten Germanen mit der sogenannten alemannischen Fastnacht gefeiert, denn die alten Germanen glaubten an Dämonen und Teufel, die es mit Teufelsmasken und Geisterfratzen in die Flucht zu geschlagen galt. In der fränkisch-alemannischen Fastnacht in Bayern sowie in der Schweiz in der Baseler und Luzerner Fastnacht sind diese alten Formen der Fastnacht noch heute lebendig.

 

Karneval wie wir es heute kennen, feiern man seit dem Mittelalter...carne vale heisst, sich vom Fleisch verabschieden...damit sind die Wochen zwischen dem Dreikönigstag und Ostern gemeint. Danach beginnt für Katholiken die 40-tägige Fastenzeit. Die Fastnacht ist die lange 7-tägige Nacht vor dem Fasten...vom Donnerstag bis zum Aschermittwoch. Während dieser Zeit gab es von Allem reichlich...gutes Essen, alkoholische Getränke, Musik und Tanz. Schon im Mittelalter haben sich die Menschen verkleidet und konnten in Kostümen und Masken während der närrischen Tage allen Leuten die Meinung sagen, ohne Folgen zu befürchten, weil sie nicht erkannt wurden. Nicht nur in Venedig und Rio de Janeiro...auf der ganzen Welt haben sich im Laufe der Jahrhunderte ganz eigene Masken und Fastnachtsbräuche entwickelt.

 

In Deutschland ist Köln die Hochburg des Karnevals und das Fest gehört einfach zur Geschichte der Stadt. Es ist für die Kölner das wichtigste Fest des Jahres...seit dem 18. Jahrhundert feiert man den Karneval in Kölle, wie wir ihn heute kennen, mit der Wahl des Faschingsprinzen und der Faschingsprinzessin, mit Kappensitzungen und Kostümbällen. Der Rosenmontagszug ist der Höhepunt der närrischen Parade, in der das Kölner Dreigestirn eine zentrale Rolle einnimmt und wird traditionell von den blauen Funken eröffnet...5 Stunden zieht die Parade an den Narren vorüber...den Abschluß bildet die Ehrengarde der Stadt Köln und die Prinzengarde Köln, die den Prinzen begleitet.

 

Der Kölner Karneval lebt von der musikalischen Begleitung zahlreicher Künstler und Bands, ohne dessen eingängige Rythmen mit oft sehr einfachen und leicht anzüglichen Texten der Kölner Karneval nicht denkbar wäre. Wahre Ohrwürmer sind Lieder wie  "M'r losse d'r Dom en Kölle" von  Bläck Fööss oder "Viva Colonia" von de Höhner, die nicht selten das ganze Jahr über auf Partys und Festen echte Stimmungsmacher sind. Weltberühmt ist der "Stippeföttchen-Tanz" der Roten Funken, eine Persiflage auf strammes Soldatentum. 

 

Um so richtig Karneval feiern zu können, braucht man natürlich das passende Kostüm...in Venedig und Rio de Janeiro gehören aufwändige Masken und Kostüme genauso zum Karneval wie heisse Samba-Rythmen. In Köln feiert man eher schrill und bunt mit Motto-bezogenen Kostümen. Nicht selten werden Wettbewerbe um das originellste und aufwändigste Kostüm abgehalten...der Klassiker unter ihnen ist und bleibt aber der Clown mit seinen bunten Kleidern und der roten Clownsnase...und auch unser Bajazzo zeigt sich mit bunten Kleidern, Clowns-Tonsur und großer roter Gnubbelnase. Der Bär ist nur in der Karnevalsaison erhältlich, wenn es wieder heißt...da simmer dabei...

Ostern

 

...gestatten, mein Name ist Hase...Herr von Hase...Sie haben die Ehre. Ich könnt´ nicht behaupten, von nichts zu wissen, auch wenn mein Name Selbiges vermuten liesse...fürwahr ist`s nur eine törichte Redensart, die ich...in aller Bescheidenheit…mir erlaube zu erwähnen. Auf den Juristen Victor von Hase ginge sie zurück, der in einer Gerichtsverhandlung, in deren Verlauf er anno 1855 höchstselbst später der Fluchthilfe eines Kommilitonen bezichtigt wurde, diese Rede zu äußern von sich gab. Selbiger hatte im Ehrenhändel des Duells einen Gegner getötet und sich mithilfe des Studentenausweises von Hase die Flucht nach Frankreich ermöglicht. Diese Redensart fand dann recht schnell Einzug in den Sprachgebrauch der studentischen Burschenschaften und wurde alsbald auch in humorvoller Art und Weise mit meinem Namen Hase in Verbindung gebracht. Aber...fürwahr...ich schweife ab. Geruhen Sie sich nun von mir zu den großen Kulturen an den Nil entführen zu lassen und lauschen sie den Ausführungen über Ostern, bunte Eier und die Frage, was es mit meinem hochverehrten Name Hase in jenem Zusammenhange wohl auf sich hätt`...

 

Ostern...wenn Sie mir selbige Bemerkung erlauben...ist eine Zeit der Naturwunder, denn es passiert etwas allenthalben...Sie werden vermutlich sagen, ganz und gar Unerschröckliches: Bären schlüpfen daselbst aus Eiern. Mit Ihrer durchaus berechtigten Frage, was denn darob Bären mit Ostern zu tun haben mögen, sind Sie natürlich im Recht und es verbleibt mir die Zustimmung bei meiner Treu`...gar nichts! Mit Ostern verbinden müsst man wohl die Mär vom Osterhasen, der buntbemalte Eier legt...allein das erscheint wohl schon als ein recht obskures Kuriosum. Aber, gestatten Sie mir eine kurze Darlegung: Den Osterhasen und seine Eier verbindet eine uralte Geschichte...bei meiner Seel´, wir müssen das Rad der Geschichte um ein paar Jahrtausende zurückdrehen...

 

...und lasset uns beginnen in der finst´ren Frühzeit bis hin zur Eroberung durch das Römische Reich: Bei den alten Ägyptern. Selbige verehrten um 5000 vor Chr. wohl um ihr Frühlingsfestes den Hasen als trächt`ges Symbol der Fruchtbarkeit und aßen zur Feier des Tages gar bunt bemalte Eier. Seit jener Zeit tauchen Hasen und Eier immer wieder in Alliancen mit den Frühlingsbräuchen and´rer Völker auf. Der Osterhase wird anno Domini 1682 von Georg Frank in seiner Abhandlung: „De ovis paschalibus" von "Oster-Eyern“ wohl urkundlich erwähnet, gar wohl man die Kindern und Einfält´gen narrte, der Osterhase lege solche Eier. Dabei hatte doch der Hase als Eierbringer in gar vielen Landen durch den Kuckuck, den Fuchs und Hahn und gar selbst den Storch  ein wohlfeilen Mitstreiter im Reigen.

 

...die wohl eingängigste Erklärung für die Verbindung von Hase und Eiern mag sein der Zinstermin zum Osterfeste, denn der Hase war neben Eiern und Geflügel eine der zu entrichtenden Zehnten an die hochwohlgeborene Obrigkeit. Das altdeutsche Eiergesetz, das vorsah, dass ein Teil der Grundsteuern in Naturalien bezahlt wurde, nahm Ostern als Stichtag für die Berechnung. Aber schon die Germanen opferten der Frühlingsgöttin im März die ersten Hasen und gar bunte Eier. Die christliche Kirche übernahm das Ei wohl als Fruchtbarkeitssymbol. Wohlan zur Fastenzeit vor Ostern durften in vielen Landen kein` Eierspeiß gereichet werden...doch die Hühner legten weiter in Gottes Namen...doch was zu tun mit den vielen Eiern? Sie wurden aufbewahrt, gekocht oder in Salzwasser eingelegt. An Ostern war Küche und Keller so wohlgefüllt mit weisser Eier Pracht, dass man sie zu verschenken geruhte. Erst im frühen 13. Jahrhundert werden erstmalig in der hochedlen Beurkundung dero bunte Eier erwähnt...so berichtet uns wohlan Doktor Luther von gefärbten Eiern in der österlichen Speisenweihe. Die Kunst Ostereier kunstvoll zu bemalen, hat vor allem in östlichen Teilen des Reiches Europa ihren Ursprung.

 

Die reichen Zarenhäuser indes wickelten ihre Eier in Blattgold...Ärmere wussten sie wohl zu kochen in Blättern und Blüten. Obwohl im orthodoxen Glauben die Kunde gesprochen ward, in der Christus den römischen Kaiser damit von seiner Auferstehung überzeugte, dass er Eier rot färben ließ, nachdem der Herrscher zuvor sowohl die Auferstehung als auch die Möglichkeit, dass ein frisch gelegtes Ei eine rote Schale habe, schmählichst bezweifelte, ist es dennoch fürwahr unwahrscheinlich, dass dero Ostereier aufgrund heil´ger Bräuche eingefärbt wurden, denn gar lange vor dem Osterfeste allerhier in unseren Landen wurden Eier recht geschmückt und verziert.

 

Das gefärbte Ei, es stehet wohl für Fruchtbarkeit und Auferstehung des Herren Christu, fürwahr, weshalb der munt´re Geist auch die Missionierung der Heiden zum Christentum dahinter vermuten mag. Sei es drum, der Brauch, Ostereier zu verstecken, um sie dann wieder zu suchen, ist allenthalben bis dato noch nicht recht gekläret. Dennoch...Ostern, Eier, Hasen...alles mag irgendwie gehören zusammen...aber warum zu Ostern in der Needful Friends Künstlerwerkstatt Bären aus Eiern schlüpfen, vermag wohl heut`kein Mensch und kein Hase mehr erklären. Tatsache ist, die bärigen Eier und die Damen und Herren Hasen erfreuen sich großer Beliebheit, sind eine fürwahr aussergewöhnliche Dekoration und nur in der Zeit um`s Osterfeste erhältlich...wohlan und habet herzlich` Dank für die geschätzte Aufmerksamkeit. Ich empfehle mich...

Oktoberfest

 

In einigen Tagen öffnet es wieder seine Tore...das Oktoberfest in München, eines der größten Volksfeste der Welt. Seit 1810 heisst es jedes Jahr auf der Theresienwiese...O´zapft is...klingt eher chinesisch, ist aber der Inbegriff bayrischer Pseudo-Gemütlichkeit. Etwa 6 Millionen Menschen besuchen jährlich die Wies`n auf der ein spezielles Bier...Wies`n Märzen...mit mehr Stammwürze und einem Alkoholgehalt von 6-7% ausgeschenkt wird. War es zu Anfang ein nobles Prinzenpaar, das dieses Fest aus der Taufe hob, so ist es heute ein weltweit bekanntes Spectaculum geworden. Besucher kommen jedes Jahr aus allen Ecken der Erde angereist und die Tendenz ist steigend. 

 

So gesehen ist es gar nicht verwunderlich, dass das Anzapfen in bayrischer Mundart nach einer fernöstlichen Sprache klingt, denn mittlerweile fühlen sich die Touristen aus Fernost stilgerecht mit Lederhos`n und Gamsbarthut in den Bierzelten auf der Wies`n genau so wohl wie in ihren heimatlichen Tempeln und Gefilden. Alles begann vor 200 Jahren mit einer eigentlich recht unbedeutenden Hochzeit zwischen einem Bayern und einer Sächsin...aus der Vermählung mit Volksbelustigung und Pferderennen hat sich ein farbenfrohes Fest entwickelt, das traditionsgemäß von Ende September bis zum ersten Oktoberwochenende abgehalten wird. Schon 1878 entschieden die Stadtväter, das Fest in den noch etwas wärmeren Altweibersommer vorzuverlegen..

 

Der Fassanstich ist Tradition und die erste Maß Bier gezapft vom Münchener Stadtoberhaupt gehört dem Ministerpräsidenten. Bis heute ist das Oktoberfest für viele der Inbegriff guten Brauchtums und gelebter Tradition und in Bayern gibt es keine Frau, die in einem schmucken Dirndl nicht weiblicher wirkt als im Original, egal wie viel Holz sie vor der Hütt´n hat. Es gab Zeiten, da saßen die Menschen noch gesittet auf Bänken und prosteten sich zu...heute ist die Masse kaum zu bremsen...zum alljährlich gewählten Wies`n Hit tanzt man auf den Tischen bis zum Umfallen...kein Wunder, dass die Münchener Schickeria in den Promilogen lieber unter sich bleibt...man will natürlich gesehen werden und trifft sich beim Käfer oder im Hippodrom und wer etwas auf sich hält schlürft statt Bier lieber Champagner aus kleinen Steinkrügen.

 

Ob unten im Festzelt, auf den Tischen oder in den Promilogen...zum Oktoberfest putzt man sich heraus...die Wies`n Tracht unterstreicht einfach das Zusammengehörigkeitsgefühl...seit dem großen Aufschwung der Trachtenmode vor etwa 20 Jahren gibt es keinen Wies`n Besucher ohne Lederhos`n und kein Mädel ohne Dirndl...dabei ist es von großer Bedeutung, auf welcher Seite sie die Schleife bindet, denn auf der Wies`n lässt es sich natürlich auch herrlich "anbandeln"...trägt sie die Schleife links, ist sie noch frei...trägt sie sie rechts, ist sie in festen Händen. Nicht selten wird der eine oder andere Wies´n Besucher im Rausch der Feststimmung von Amor´s Pfeil getroffen und auch unser Leopold hat die Hoffnung nicht aufgegeben, seine Dame mit Schleife links im Bierzelt zu finden, wenn es demnächst wieder heisst O` zapft is...

Taiki...oder Weihnachten in Japan

 

Das Jahresende ist in Japan traditionell als Zeit der Geschenke bekannt und ist somit das wichtigste Fest des Jahres...steht bei uns an Weihnachten die Freude des Schenkens  im Vordergrund, so sieht man in Japan die Jahresendgeschenke, die sogenannten O-seibo, eher als Tradition und Pflichterfüllung den Menschen gegenüber, denen man im zu Ende gehenden Jahr zu Dank verpflichtet war. Der heilige Abend ist in Japan ein normaler Arbeitstag, der keine große Bedeutung hat, denn nur 1,5 Prozent der japanischen Bevölkerung sind Christen.

 

Trotzdem ist Weihnachten in Japan vor allem in jungen Familien sehr populär und wird am 25. Dezember als Geburtstag des amerikanischen Santa Claus mit kommerziellem Schwerpunkt begangen, wobei die weihnachtliche Stimmung vor dem Fest im Vordergrund steht. Aufwändige Weihnachtsmärkte und ausgefallene Beleuchtungsideen, die sogenannten Light-Ups, verwandeln die großen Städte Japans in abendliche Kunstwerke.

 

Das wichtigste Fest in Japan ist jedoch der Jahreswechsel...am 31. Dezember sieht man überall mit Kiefernzweigen, Strohgebinden und Reiskuchen geschmückte Hauseingänge. Das Familienfest wird mit traditionellen Jahreswechsel-Nudeln aus Buchweizen, die ein langes Leben versprechen, und Geschenken gefeiert. Abends besucht man die buddhistischen Tempel, in denen die Silvesterglocken...Joya-no-kane...das alte Jahr ausläuten...sie schlagen 108 mal zur Mahnung an die 108 Bindungen der Menschheit an die irdische Welt.

 

Bei den ersten Tempelbesuchen im neuen Jahr, den Hatsumode, ist das Gebet für Gesundheit und Glück, aber auch der Kauf von neuen Glücksbringern besonders wichtig. Taiki bedeutet großer Glanz, grosses Leuchten...und so steht der Bär sinnbildlich als Glüchsbringer für Licht, Glück und Gesundheit im neuen Jahr.

Die Weihnachtsmaus

 

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar, sogar für die Gelehrten., denn einmal nur im ganzen Jahr entdeckt man ihre Fährten. Mit Fallen und mit Rattengift kann man die Maus nicht fangen. Sie ist, was diesen Punkt betrifft noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus den Menschen keine Plage, doch plötzlich aus dem Loch heraus kriecht sie am Weihnachtstage. Zum Beispiel war vom Festgebäck, das Mutter gut verborgen, mit einem mal das Beste weg am ersten Weihnachtsmorgen.

 

Da sagte jeder rundheraus: Ich hab´ es nicht genommen! Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, die über Nacht gekommen. Ein andres Mal verschwand sogar das Marzipan von Peter; was seltsam und erstaunlich war,  denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus: Ich hab es nicht genommen! Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, die über Nacht gekommen! Ein drittes Mal verschwand vom Baum, an dem die Kugeln hingen ein Weihnachtsmann aus Eierschaum nebst andren leck`ren Dingen.

 

Die Nelly sagte rundheraus: Ich habe nichts genommen! Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, die über Nacht gekommen! Und Ernst und Hans und der Papa, die riefen: welche Plage! Die böse Maus ist wieder da und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort. Sie sagte unumwunden: Sind erst die Süßigkeiten fort, ist auch die Maus verschwunden! Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg, sobald der Baum geleert war, sobald das letzte Festgebäck gegessen und verzehrt war.

 

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,  bei Fränzchen oder Lieschen, da gäb es keine Weihnachtsmaus, dann zweifle ich ein bißchen! Doch sag ich nichts, was jemand kränkt! Das könnte euch so passen!  Was man von Weihnachtsmäusen denkt, bleibt jedem überlassen...

aus Gedichte für Kinder von James Krüss

 

...mehr Weihnachtsangebote findet ihr auf der Seite Weihnachten oben links in der Menüleiste...